Der seit 01. Februar 2009 gültige neue Bußgeldkatalog ist Gift für die Wirtschaft, wird die Arbeitslosenquote vor allem unter Bildungsschwachen drastisch erhöhen und gefährdet zudem den internationalen Frieden. Denn: „Raser sind Volkshelden.” Zu diesem Ergebnis kommt eine sozialökonomische Studie des Instituts für Spaß am Gas, die von der Stiftung "Lust auf langes Leben" (LALL) des Konzerns Gazbrumm unterstützt wurde.

Die Wissenschaftler der Studie finden sich in klarer Übereinstimmung mit der bereits bekannten Aktion „Saufen für den Regenwald” einer westfälischen Brauerei, sowie dem größten deutschen Wohlfahrtsverein. Denn in einer Mitteilung vom 14. Februar 2009 warnt der ADAC vor der drohenden Leere im gerade erst aufgesetzten Umwelttopf und fordert die Verlängerung der staatlichen Umweltprämie, so der ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. Der Staat solle die Begrenzung der Fördersumme schon deshalb aufgeben, da er an jedem verkauften Fahrzeug über die Mehrwertsteuer mitverdiene, erklären die Experten des ADAC. Dieser Logik ist nichts entgegenzusetzen.

Vielmehr überrascht, dass nicht schon längst eine viel kräftiger sprudelnde Geldquelle durch eine staatliche Prämie gefördert wird: Wieso nur lumpige 19 Prozent Mehrwertsteuer durch Autoverkäufe einnehmen, wenn bei jedem verbrauchten Liter Benzin über 60 Prozent Steuern zu holen sind? Da müssen sich Wirtschaftsexperten und Regierende doch fragen lassen, wo sie gelernt haben. Ein LALL-Experte empört sich: „Einfach so eine Steigerung um über 320 Prozent auszuschlagen, ist verantwortungslos!” Mehr als der dreifache Gewinn, da klopft sich doch jeder Renditejäger vor Freude die Schenkel. Diese Milliardeneinnahmen würden dringend für Lehrmittel gebraucht. „Wir müssen mehr in Bildung investieren”, fordert die Industrie und Handelskammer (IHK)
in seltener Übereinstimmung mit allen politischen Parteien und sozialen Institutionen. Nun, der Regelbedarf für den Kauf aller Schulbücher pro Schüler schwankt zwischen 60 und 250 Euro. So liegen die Durchschnittskosten pro Jahr in der Grundschule bei 75 Euro und in den Sekundarstufen etwa doppelt so hoch. Das heißt im Klartext: Um einen Schüler sicher durch ein ganzes Schuljahr zu bringen, genügen schon 100 Liter Benzinverbrauch. Sind uns das unsere Kinder nicht wert? Doch die LALL-Forscher gehen noch weiter: „Eine Umweltprämie auf höheren Benzinverbrauch ist nicht nur für den darbenden Staatshaushalt das Gebot der Stunde. Sie dient auch dem Weltfrieden!”

Bei den Konflikten im Nahen Osten und Zentralasien geht es vor allem um Öl, darin sind sich Politologen, Wirtschaftsforscher und Sicherheitsexperten einig. Wie wichtig beispielsweise die Pipelines durch den Kaukasus sind, erkannte schon James Bond in „Die Welt ist nicht genug”. Die unausweichliche logische Folgerung: ohne Öl keine Konflikte ums Öl. Erstrebenswert wäre daher eine zusätzliche Friedensprämie auf jeden vernichteten Liter Öl. Dazu der anerkannte Friedensengel und Gazbrumm-Sprecher Gerhard Schredder: „Je schneller das Zeug weg ist, desto besser für den Frieden und die Sicherheit Deutschlands, gell!” Sein nachhaltiger Appell an alle Anständigen und Verantwortungsbewussten lautet daher: Verblast alles noch zu euren Lebzeiten, damit unsere Kinder keine Soldaten werden müssen. Abrüstung jetzt!

Schredder und Mister Customnice haben daher die Aktion „Blasen und blasen lassen” (Blablala) ins Leben gerufen, unter dem Motto: Peace is sexy – Angasen heißt Frieden!
Die BLÖD-Zeitung begleitet die Bewegung freudig mit dem passenden Aufkleber „Ich bin dabei! Ich denunziere Langsame” und einem Gewinnspiel: Vom Erlös aus beidem geht ein unbestimmter Betrag an den Spanner-Verlag, der dafür wohltätig zu sein verspricht. Ziel der Aktion ist unter anderem, die Anerkennung von Motorsport als Wehrersatzdienst und die Freude am Fahren als Bürgerpflicht ins Grundgesetz aufzunehmen. Der Bundesminister für Staatssicherheit sagte bereits seine Unterstützung zu.
Denn noch immer wird zu vielen aufrichtig Bemühten die gesellschaftliche Anerkennung versagt. All den unbekannten Aktivisten, die sich jedes Wochenende auf der Straße für den Weltfrieden engagieren und mit dem Mut der Verzweiflung am Gas drehen: Kann ich nicht doch schneller werden?

Yes, we can!

Habt Mut und ruft es in die Welt:
Gas - Geben ist seliger denn Wegnehmen!



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